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2018 Argentinien

Buenos Aires (13. bis 18. Oktober 2018)

Nach einem ruhigen Flug von Zürich über Marid nach Buenos Aires fahren wir ins Stadtzentrum zum Hotel El Conquistador, unserem Zuhause für die nächsten Tage. Der sehr kommunikative Taxifahrer informiert uns die über die politische Lage, den Zerfall des Pesos, über alles Wesentliche in Argentinien. Unsere Spanischkenntnisse sind übrigens überall sehr hilfreich. Die Lage des Hotels ist gut, wir sind in diesen Tagen zu Fuss unterwegs, immer wieder auch in der grosszügigen Fussgängerzone. 

Wir erkunden die Stadt, besuchen natürlich auch San Telmo, dieses schöne alte Quartier, wo wir vor fünf Jahren schon mal waren. Da Ernesto, "unsere Beiz", existiert noch, sie ist sehr in, offenbar auf Tripadvisor. Ernesto, den Wirt von damals, gibt es jedoch nicht mehr.

Die Plaza de Mayo, wo die Mütter und Grossmütter immer noch jeden Donnerstag um 15.00 Uhr still und ruhig direkt vor der Casa Rosada (Regierungssitz) demonstrieren und auf die verschwundenen Kinder während der Militärjunta aufmerksam machen, ist ein sehr eindrücklicher Ort.

Die Stadt ist bunt, laut, farbig, riesig. Wir haben zahlreiche Begegnungen mit freundlichen, hilfsbereiten Porteños, wie die Leute von Buenos Aires sich nennen. Momentan finden die olympischen Jugendspiele statt (gibt es seit 2010), im Hafengebiet von Madero mit der architektonisch spannenden Puente de la Mujer wimmelt es von Jugendlichen aus allen Herren Ländern.

Und was gibt es hier überall und in allen Formen? Dulce di Leche, die sehr sehr süsse Nationalspeise der Argentinier, sie darf auf keinem Frühstückstisch oder Desserbuffet fehlen!

Auffällig ist die zum Teil sichtbare Armut. Obdachlose Familien mit kleinen Kindern leben auf dem Mittelstreifen der 14-spurigen Avenida 9 de Julio unter Plastikbergen inmitten von Müll und Dreck, teilen sich diesen Ort mit den herumstreunenden Hunden. Die Menschen dort haben wohl kaum eine einigermassen vernünftige Perspektive in diesem schönen, eigentlich reichen Land. Aber eben, der Taxichauffeur hat uns ja aufgeklärt... 

Und wir sind sehr dankbar, dass wir hier sorgenfreie, unbeschwerte Tage verbringen dürfen.
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Buenos Aires - Zárate - San Antonio di Areco (19. bis 22. Oktober 2018)

Am frühen Freitagmorgen verlassen wir Buenos Aires Richtung Zárate, wo unser Auto im Zollgelände auf uns wartet. Abgemacht war 09.30 Uhr, wir warten mit drei andern Paaren, und warten und warten... Die Sonne scheint, ein heftiger Wind bläst, wir Frauen sitzen draussen und warten. Die Männer sind im Zollgelände und was tun sie? Warten. Nach sieben Stunden tauchen sie auf, die Männer mit den Fahrzeugen. Die Zollabfertigung dauert halt, auch wenn unser Fahrzeug überhaupt nicht inspiziert wurde. Und dann kam auch noch die Mittagspause dazwischen.

Wir fahren die 60 Kilometer nach San Antonio di Areco auf einen ruhigen, direkt am Fluss gelegenen Platz, wo wir Wasser, Gas, Diesel und vor allem Lebensmittel und Getränke (rote und weisse Flüssigkeiten in Glasflaschen) beschaffen können. Übrigens: Gas erhalten wir am Samstagmorgen um 06.00 direkt im Gaslager ab Tanklastwagen, perfekt organisiert von der sehr hilfsbereiten Campingwartin! Wir verbringen hier einige Tage und freuen uns auf die Reise, die jetzt richtig beginnt.

Am Sonntag wird in Argentinien Muttertag gefeiert, der Platz lebt, zahlreiche Familien mit Kindern und Hunden geniessen den Tag hier. Die Parillas, es hat unzählige von solch gemauerten Grillstellen, und die Tische und Bänken werden rege benutzt. Sehr schön und lebhaft!
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San Antonio di Areco - Azul - Bahía Blanca - San Antonio Oeste - Puerto Pirámides (22. bis 25. Oktober 2018)

Wir wollen südwärts nach Peninsula Valdés! Das heisst einige Tage und einige Kilometer fahren. Auf der Ruta 76 durchqueren wir die Sierra de la Ventana, eine sehr abwechslungsreiche Gebirgslandschaft mit dem 1239  Meter hohen Trés Picos. Der Nationalpark ist geschlossen, wir müssen auf eine Wanderung verzichten. Auch die meisten Campings sind noch geschlossen, Tankstellen hat es nur wenige, kaum Ortschaften, zum Teil sehr schlechte Strassen (weil wir nicht auf der Ruta Nacional 3 fahren).

In San Antonio Oeste stehen wir direkt am Atlantik. Im geschlossenen Campingplatz ist ein Mann mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Er meint, wir sollten auf seinen Platz kommen, draussen sei es zu gefährlich wegen des hohen Tidehubs. Einmal mehr, wie schon so oft, eine sehr schöne Begegnung mit einem hilfsbereiten, freundlichen Menschen.

Irgendwo unterwegs überqueren wir die Grenze zu Patagonien, Fahrzeugkontrolle, es geht vor allem um Früchte wegen Fruchtfliegen und um Fleisch. Sehr korrekte Beamte, wir haben keine Probleme und dürfen den Apfel und die Bananen behalten.

Am Abend des 25. Oktobers erreichen wir Peninsula Valdés, besichtigen das informative Besucherzentrum, bezahlen den Eintritt und fahren in den riesigen Nationalpark hinein nach Puerto Pirámides.
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Pensinsula Valdés mit Puerto Pirámides - Punto Delgado - Caleta Valdés - Punta Norte - Salina Chica (25. bis 31. Oktober 2018)

Unser erster Abend auf der Tierparadiesinsel! Im La Covacha geniessen wir eine köstliche, riesige Platte mit Meerfrüchten, sehr lecker. Der Campingplatz ist zwar noch nicht offen, man kann trotzdem hinein.  Eine hohe, baumbestandene Düne trennt den Platz vom Meer und bietet guten Windschutz.

In den nächsten Tagen bewegen wir uns im Auto auf der ganze Halbinsel, die Distanzen sind zu gross zum Erwandern (3625 Quadratkilometer). Wir erleben diese grossartige, vielfältige Tierwelt, lassen uns bezaubern von den süssen Magellanpinguinen, staunen über die riesigen, am Ufer trägen, im Wasser flinken Seeelefanten, hören dem Gebrüll der Seelöwen zu, lauschen dem Tosen des Meeres, sehen aus weiter Ferne Orcas und näher in der Bucht die ersten Walmütter mit ihren Jungen.

Seelöwen und Seeelefanten leben während der Paarungs- und Aufzuchtzeit zusammen, d.h. ein Macho mit 10 bis 15 Weibchen (Hembras). Macho = Männchen, sie verhalten sich sehr besitzergreifend, vertreiben allfällige Konkurrenten mit lautstarkem Imponiergehabe und wenn es sein muss mit Beissen.

Die Natur zeigt sich von ihrer wunderbaren, auch archaisch wirkenden Seite.  Wir können uns kaum sattsehen. Mögen die Bilder einen Hauch von dieser Grossartigkeit in eure Winterstuben bringen. 


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Ein neugieriges Gürteltier begutachtet ein Auto ein bisschen kritisch...
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​Impressionen von Salina Chica, einem Salzsee auf der Halbinsel
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Pensinsula Valdés/Puerto Pirámides - Isla de los Pájaros (Vogelinsel) - Playa el Doradillo (31. Oktober bis 5. November 2018)

Wir verlassen "unser Paradies" und finden nur wenige Kilometer weiter, auch am Golfo Nuevo, ein fast noch schöneres! Kurzer Abstecher zur Isla de los Pájaros. Wir haben keine Pesostücke und müssen daher aufs Vogelbeobachten verzichten.

Am Playa El Doradillo stehen wir direkt am Strand, verbringen die Tage mit dem Beobachten von Walen (Ballena Franca Austral), mit ausgiebigen Strand- und Dünenwanderungen. Wir schauen dem Spiel der Wellen und dem ewigen Wechsel der Gezeiten zu, spüren und hören den patagonischen Wind. Immer wieder sprechen wir mit den Rangern, die ihr grosses Wissen über die Natur und die Tierwelt gerne mit uns teilen, und mit Einheimischen, die uns auf die Sehenswürdigkeiten in ihrem Land aufmerksam machen. Das ist auch gut für unsere Spanischkenntnisse!

Dieser superschöne freie Platz ist fest in Schweizerhänden, drei der vier hier stehenden Fahrzeuge haben Schweizernummern. Der Austausch mit den zumeist Langzeitreisenden ist spannend, witzig, unterhaltsam und informativ, die Begegnungen sind sehr bereichernd.

Es hat zahlreiche Walmütter mit ihren Jungen, die sie hier grossziehen. Das Fotografieren dieser Riesentiere ist ein bisschen schwierig, obwohl sie sehr nahe ans Ufer schwimmen. Sie warten halt nicht darauf, dass ich abdrücke. Einige Zahlen: die Jungen kommen mit einem Gewicht von 3000 Kilo und einer Länge von sechs/sieben Metern zur Welt. Bis zum Erwachsenenalter mit 35000 bis 45000 Kilo und 15 - 17 Metern Länge dauert es eine Weile. So, und nun sollen wieder einige Bilder sprechen!




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Wenige Vögel, aber eine sehr grosse Spinne! Sie sei ungefährlich, sagt der Ranger...
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Playa el Doradillo - Puerto Madryn - Punta Loma - Punta Ninfas - Puerto Madryn (5. bis 12. November 2018)

Zeit zum Abschiednehmen von diesem einmaligen Platz, Zeit zum Loslassen. Die Erinnerungen sind in unseren Herzen!

Fahrt nach Puerto Madryn, Lebensmittel einkaufen und dann weiter wir zum angenehmen ACA-Camping, etwas ausserhalb der Stadt, wo wir unsere fast leeren Wassertanks auffüllen könnnen. Die Hafenstadt lernen wir in den nächsten Tagen zu Fuss kennen, kaufen auf der endlos langen Avenida Roca in den kleinen Lädeli ein, finden richtiges Brot und rezenten Käse, sogar Raclettekäse! Die junge Verkäuferin hat keine Ahnung, wie man ein Raclette zubereitet. Wir versuchen, ihr auf Spanisch zu erklären, wie es geht. Auf dem breiten Strand gehe ich kilometerweit barfuss durch feinsten Sand, die Füsse im relativ warmen Südatlantik.

Bei Punta Loma halten sich grosse Gruppen von Seelöwen auf, lange bevor man sie sieht, hört man das Gebrüll. Sie haben ja auch viel zu tun, die Machos mit ihren vielen Frauen! Spektakuläre Aussicht auf die Tiere! 

Die etwa 70 Kilometerfahrt nach Punta Ninfas wird auf ruppiger Waschbrettsrasse zu einem dreistündigen Abenteuer. Aber der grossartige Platz hoch auf der Düne mit Blick auf den nicht enden wollenden Südatlantik und den hohen weiten Himmel entschädigt für alles. Sehr heftiger Wind in der Nacht, er rüttelt am Camper - bin froh, stürzen wir nicht über die Klippe. Der Abstieg über die Steilklippe zu den Seeelefanten ist sehr stotzig, wäre aber schade gewesen, ihn nicht zu wagen. Wir können uns den riesigen Tieren bis auf wenige Meter nähern. So ein Schauspiel, Mütter mit den Jungen und natürlich die Chefs - ein Gewimmel von Tieren.

U de hie wider einisch es paar Biudli, haut o chli tierlaschtig!


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Bei den Seelöwen auf Punta Loma
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Ein bisschen machohaft, der Typ! Seeelefanten auf Punto Ninfas

Puerto Madryn - Punta Tombo - Rawson (12. bis 14. November 2018)


Bei sonnigem Sommerwetter fahren wir nach Punta Tombo in ein riesiges Pinguinreservat. Wir kommen kurz vor 18.00 Uhr an und wussten nicht, dass das Reservat um diese Zeit geschlossen und das Übernachten im Camper eigentlich nicht erlaubt ist. Der Mann am Eingang kann/darf nicht entscheiden, er ruft über Funk seinen Chef an, der kurze Zeit später heranbraust, mit uns spricht, fragt woher, warum, wohin. Dann sagt er uns, wir sollen warten, er werde nach sechs Uhr wieder vorbeikommen und uns an einen sicheren Platz begleiten, wo wir die Nacht verbringen dürfen. Einzige Bedingung: wir sollen in der Nacht nicht herumspazieren! Auch hier wieder: sehr entgegenkommende, lösungsorientierte, freundliche Menschen.

Am nächsten Morgen besichtigen wir zuerst das Infozentrum und erfahren wiederum sehr viel über die Pinguine. Wir wandern auf den vorgegebenen Wegen und sehen tausende von Pinguinen! In fast jedem der Löcher, und solche hat es Quadratkilometerweit, hat es brütende Tiere, demnächst schlüpfen die Jungen. So weit das Auge reicht stehen drolligen Tiere einfach da, beäugen wahrscheinlich uns, zeigen keine Scheu, watscheln vor uns auf dem Weg, kreuzen ihn - sie haben selbstverständlich Vortritt! Sie vergnügen sich in den Atlantikwellen und bieten uns ein einmaliges Schauspiel.

Weiterfahrt über Trelew nach Rawson, wo wir die Nacht wieder einmal direkt am Strand verbringen. Auch hier ruhig und wieder einmal die Füsse im südlichen Atlantik!

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Besucherzentrum, Informationen über den patagonischen Wind und über den Choique. Diesem Laufvogel sind wir schon oft begegnet.
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Guanakos, gehören in die Familie der Kamele, leben in Gruppen und sind sicher nicht vom Aussterben bedroht!
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Rawson - Comodora Rivadavia - Rada Tilly (14. bis 18. November 2018)


Es geht südwärts durch eintönige Landschaft, Pampas, sehr starker Wind bläst. Der Chauffeur hat das Lenkrad fest in den Händen und der Camper schluckt auf dieser Fahrt gegen den Wind mehr Diesel als üblich. Comodoro Rivadavia gefällt uns nicht, wir fahren noch einige Kilometer südlich nach Rada Tilly, einem schmucken, sauberen Städtchen. Auf dem Camping Municipal verweilen wir einige Tage, erkunden die Stadt, spazieren am Strand, unterhalten uns mit Einheimischen und geniessen die frühsommerliche Blütenpracht.  


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Rada Tilly  - Puerto Deseado - Bosques Petrificados - Puerto San Julian - Rio Gallegos - Güer Aike (18. bis 25. November 2018)

Die Ruta Nacional 3 verläuft bis Caleta Olivia direkt am oder über dem Meer mit wunderschönen Ausblicken auf smaragdgrünes, dunkelblaues, türkisfarbenes Wasser mit Klippen, Felsen und menschenleeren Stränden.

In Puerto Deseado stehen wir einmal mehr direkt am Wasser. Wir möchten sehr gerne die Isla de los Pingüinos besuchen, wo es eine riesigen Kolonie von Felspinguinen gibt, jene mit den gelben Federn auf den Köpfen; die sehen sehr witzig aus und bewegen sich hüpfenderweise von Fels zu Fels. Auch ein Ausflug auf die Isla de los Pájaros mit einer grossen Vogelvielfalt war geplant. War. Der patagonische Wind verbläst unsere Pläne, die Schiffe laufen nicht aus, deshalb gibt es keine Bilder. Schade zwar, doch die Natur ist grösser als wir, das ist auch gut so.

Die Fahrt in den Nationalpark Bosques Petrificados ist spektakulär: Berge und Einöden, die Landschaft leuchtet in allen Farben über weiss, gelb, grau, orange, dunkelrot, grün, braun. Wir sehen Maras (zur Familie der Ratten gehörend, aber etwa zehnmal so gross, sie rennen wie überdimensionierte Hasen), Choiques (eine ganze Familie dieser Laufvögel) und natürlich Guanakos.

Die versteinerten Bäume im Nationalpark Bosques Petrificados sind ein grossartiges Geschenk der Natur. Unglaublich, wie die Baumstämme herumliegen, als hätte ein Riese sie hingeworfen, fallen gelassen, einfach so, mit leichter Hand.... und das alles vor öppe 100 Millionen Jahren. Die Bäume (Araucarias) waren damals über 100 Meter hoch, mit bis zu drei Metern Durchmesser und ihre Blätter waren Nahrung für die Dinosaurier. Die Wanderung durch diese Urlandschaft ist einzigartig. Man glaubt, mit den herumliegenden Holzspänen - der Wind lässt ein zartes Läuten erklingen - ein Feuer entfachen und dieses mit einem der grösseren Scheiter am Leben erhalten zu können. Das ist etwas vom Eindrücklichsten, das wir je gesehen haben, diese Grüsse von Giganten, die Geschichten zu erzählen wüssten, wie es war, damals, das Leben auf unserem Planeten.

Die Gedanken verweilen bei den Zeugen der Urzeit, wir fahren weiter durch wenig abwechslungsreiche Gegend, begleitet wie immer vom Wind, von Guanakos, von Gedenkstätten für Gauchito Gil (seine Geschichte erzähle ich später einmal) nach Puerto San Julian. Magellan ist hier gelandet, eine Kopie der Nao Victoria steht am Hafen, es hat auch eine Mirage und Gedenkstätten für die 1982 auf den Malvinas Gefallenen.

Auch die Weiterfahrt durch die Estepa Patagonica nach Rio Gallegos ist überaus eintönig, sie wird etwas aufgelockert duch hunderte von Guanakos, und irgendwo an einer Wasserstelle sehen wir Flamingos in ihrem rosaroten Kleid leuchten. In Güer Aike verbringen wir direkt am Rio Gallegos zwei erholsame, ruhige Tage mit stimmungsvollen Sonnenuntergängen und hellen Vollmondnächten. 


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Der 1906 in Betrieb genommene und in den 1970ern stillgelegte Bahnhof, heute ein Museum (Puerto Deseado bis Las Heras, ca. 300 km)
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Impressionen aus Puerto Deseado und das Auto strahlt...

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Mögen die Bilder einen Hauch von der einmaligen Grossartigkeit der versteinerten Bäume vermitteln!
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Kopie der Nao Victoria von Magellan, Fitnessgeräte, endlose Strasse, Übernachtungsplatz am Rio Gallegos mit Fischer