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Argentinien / Chile

Güer Aike - Puerto Natales (25. - 28. November 2018)

Heinz hat einen neuen argentinischen Freund: bei einer Polizeikontrolle vor Rio Gallegos wollte der junge Polizist alles über uns wissen, woher, wohin, warum; Ausweise, Papiere interessierten ihn überhaupt nicht, das Visitenkärtli hat er sehr gerne genommen und auch grad sofort ein Whatsapp geschickt.
 
Wir erleben eine sehr abwechslungsreiche Fahrt westwärts über die zuerst geteerte, dann waschbrettige Ruta 40, sehen unzählige Tiere, Guanakos, Laufvögel, Hasen und sogar ein Stinktier. Es ist sehr wohltuend fürs Auge, wieder einmal saftige Wiesen, frühlingshaft grüne Laubbäume, Tannen, Berge und Wasser zu sehen. Unser treuester Begleiter, der überaus heftig blasende patagonische Wind, reist stets mit. Da ist es doch gut, kein Leichtgewicht zu sein!

Unser erster Grenzübertritt nach Chile verläuft problemlos. Wir werden sehr korrekt und freundlich behandelt, die hilfsbereite Zollbeamtin will im Auto gar nicht viel sehen, wir haben auch nichts Verbotenes dabei, weder Gemüse noch Früchte, Fleisch, Milchprodukte. Den letzten Apfel essen wir an der Grenze.

Puerto Natales ist eine farbige Stadt, direkt an einem tiefblauen Fjord gelegen, mit Schneebergen im Hintergrund und einer sehr stimmigen Skulptur, Monumento del Viento. Hier ist der Ausgangspunkt in den Nationlpark Torres del Paine. Wir verbringen einige Tage auf dem CampinGüino über der Stadt und bereiten uns auf die Tage im Nationalpark vor, es gibt dort kaum frische Lebensmittel und sicher kein Trinkwasser für unseren Wassertank.


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Impressionen von unterwegs und von Puerto Natales, zum Teil vom Winde verweht... Meine Frisur ist hier übrigens angesagt.

Nationalpark Torres del Paine (28. November - 2. Dezember 2018)

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir in den einzigartigen Nationalpark und sehen von Weitem die markanten Türme, nach denen der Park benannt ist: Torres del Paine. Hier verbringen wir einige sehr abwechslungsreiche Tage in der Natur mit Seen in allen Blautönen, wandern, staunen immer wieder ob der Grossartigkeit der Gegend. Wir fahren mit dem Schiff hinaus auf den Lago Grey (der ist wirklich grau von den Ablagerungen aus dem Gletscher, kein Leben ist in diesem Wasser möglich) zu den drei in den See kalbernden Gletscherzungen und geniessen alles in vollen Zügen. 

Der Himmel ist meistens bedeckt mit wenigen Sonnenstrahlen und der Wind bläst saumässig und kalt. Er rüttelt nachts heftig am Truckli, ich brauche beim Öffnen und Schliessen der Tür Unterstützung. Und er geht uns langsam ein bisschen auf den Wecker. Trotzdem: es ist wunderbar, ärdeschön, zum Niederknien!


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Im Nationalpark Torres del Paine zu Fuss und mit dem Schiff unterwegs, Gletscherzungen im Lago Grey und eine Blütenpracht!

Torres del Paine - El Calafate (2. - 8. Dezember 2018)

Und immer wieder gilt es Abschied zu nehmen und sich auf Neues zu freuen! Mit einem bitzeli Wehmut verlassen wir diese traumhafte Gegend, überqueren beim Paso Don Guillermo die Grenze nach Argentinien (wiederum ohne Probleme) und fahren auf der Ruta 40 nach El Calafate am tiefblauen Lago Argentino. Hier ist der Ausgangspunkt zum weltberühmten Gletscher Perito Moreno. Diesen haben wir vor fünf Jahren besucht, es war unendlich eindrücklich - wir wollen uns die Bilder von damals bewahren und verzichten auf einen zweiten Besuch. 

El Calafate ist ein lebendiges, aufgeräumtes Städtchen, voll in Touristenhand (gehören wir ja auch dazu). Wir verbringen hier einige Sommertage, die Sonne scheint vom frühen Morgen bis am späten Abend. Advents- und Weihnachtsstimmung mag nicht wirklich aufkommen, zu blühend und sommerlich ist es hier.

Am 7. Dezember feiert die Stadt ihren 97. Geburtstag mit Ansprachen, Umzügen, Musik und Parillas. Wir feiern den Geburi von Heinz nicht im üblichen Freundeskreis, sondern mit Päckliauspacken beim Frühstück an der Sonne und bilden uns ein, die Stadt feiere für Heinz! Mit Katja und Sven verbringen wir einen langen, feuchtfröhlichen Abend, bei schönstem Wetter draussen vor dem Camper.

Unser neuer Freund, Miguel Angel, Polizist und zuständig für den Campingplatz, erzählt uns Spannendes und Wissenswertes über seine Stadt und seine Familie. Nach seiner Pensionierung möchte er nach Frankreich auswandern... Es ist einfach genial, Spanisch zu verstehen und zu sprechen, das ist immer wieder ein Türöffner.


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So etwas wie ein Fondue, unser Weihnachtsbaum und witzige Blumentöpfe
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Und noch etwas Schmuck für den Baum...
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Heinz feiert Geburtstag und die ganze Stadt feiert mit!

El Calafate - El Chaltén (8. bis 13. Dezember 2018)

Auf der Ruta 40 fahren wir nach El Chaltén, haben prächtige Blicke auf den einzigartig azurblauen Lago Argentino, auf den dunkler gefärbten Lago Viedma und erblicken zum ersten Mal den wolkenlosen Fitz Roy. Dieser weltberühmte Berg mit seinen schroffen, senkrechten Wänden ist laut Ranger meistens von Wolken umhüllt, wir haben einmal mehr Wetterglück.

Unsere erste Wanderung führt uns durch wunderschönes Gebiet zur Laguna Torre, einem gräulichen, vom Glaciar Grande gespiesenen See. Hoch am Himmel kreist ein Kondor, beim Rastplatz können wir einen gar nicht scheuen Greifer bewundern und fotografieren, der hat's auf Futter abgesehen. Nach 23 Kilometern erreicht eine müde, zufriedene Gruppe El Chaltén. Übrigens: Unsere Wandergruppe besteht aus sieben Personen, Angie und Chris, Heidi und Willi, Walter und uns beiden. Wir begegnen uns immer wieder zufälligerweise irgendwo unterwegs.

Am Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, aber bereits vom allerersten Licht angestrahlt, sei er am schönsten, der Fitz Roy. Heisst für mich um 05.15 aufstehen und darauf hoffen, dass die Wolken den Gipfel freigeben. Am zweiten Morgen klappt es, und halb erfroren krieche ich wieder unter die warme Bettdecke.
 
Beim Lago Desierto wandern wir im Wald oberhalb des Sees im hohen, lichten Südbuchenwald, überqueren auf Baumstämmen balancierend einen Bach, hören der Stille, dem Rauschen der Blätter, dem Gurgeln der Bäche zu, sehen Schneeberge, Gletscher und Blumen - schön, ruhig, friedlich.

Die Tage vergehen im Flug mit entspannen, wandern, Wäsche waschen lassen, essen, aperölen und Gürteltier fotografieren. Diesem gehört wohl der Platz, wo wir stehen (ohne Strom, Internet oder sonstige Ablenkungen). 

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Lago Argentino, Lago Viedma und andere Blautöne
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Und immer wieder der Fitz Roy, weil er so schön ist.
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Wanderung zur Laguna Torre
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Gürteltier und Heugümper; Wanderung beim Lago Desierto, Ziel erreicht, ohne nasse Füsse (ich übrigens auch)!
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Abschied vom Nationalpark Los Glaciares und vom Fitz Roy.

El Chaltén - Gobernador Gregores (13. - 15. Dezember 2018)

Ein letzter Blick auf El Chaltén, auf den Fitz Roy, der uns noch eine Zeitlang im Rückspiegel begleitet, wolkenfrei zum Abschied. Die Fahrt nach Gobernador Gregores über die meist asphaltierte Ruta 40 verläuft problemlos, kaum Verkehr, sehr karge Landschaft. Unterwegs Luft rauslassen für den 80 Kilometer langen Wellblechstrassenabschnitt, dann wieder pumpen für die geteerte Strasse. Und auf was trifft man im Nichts? Auf einen Camper mit Berner Nummernschildern, wir lernen Susanne und Ueli kennen, sie lassen Luft raus, wir pumpen auf, sie süd-, wir nordwärts unterwegs. 

Gobernador Gregores ist eine kleine Stadt mit Einkaufs- und Tankmöglichkeiten und einem hübschen Camping Municipal mit gutem Internet, Zeit zum Aktualisieren der Homepage. Pablo, der Tourimusdirektor, kümmert sich persönlich um uns, informiert mit Herzblut über offene Projekte, zum Beispiel über den binationalen Nationalpark Argentinien/Chile (Skizze), seine Gegend, die Probleme mit der Umwelt und der Abfallentsorgung. Absolut professionell, enthusiastisch und mit grosser Liebe zu seinem Land gibt er uns wertvolle Tipps für die Weiterreise; kein noch so guter  Reiseführer in Buchform könnte diese Wissen vermitteln. 


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Gobernador Gregores - Perito Moreno (15. - 17. Dezember 2018)

Auf der Ruta 40 fahren wir nordwärts. Abartig heftiger Wind, Sandstürme, graue Mauern rechts, links, vorne, hinten, und das Auto schluckt über 20 Liter. Die einzige Tankstelle weit und breit ist in Bajo Caracoles. Nur Pech, dass dort gar nichts verkauft wird. Die Stimmung in diesem verlorenen Ort in the middle of nowhere erinnert mich an "Out of Rosenheim" mit Marianne Sägebrecht. Wir übernachten vor dem Hostal, sind ein bisschen windgeschützt. 

Auf unserer Frontscheibe hat es einen Sprung, er wird ganz langsam länger. Wir hatten keinen Steinschlag, durch den sehr heftigen Wind muss es irgendwelche Verwindungen gegeben haben. Laut Pesche, dem Mercedesspezialisten, sei das kein Problem. Und eben, doch lieber einen Sprung in der Scheibe als einen in der Schüssel!

Auf sehr abwechslungsreicher Piste mit tiefen Schluchten, Hügeln, nicht mehr aktiven Vulkanen fahren wir zur Cueva de las Manos, einem Weltkulturerbe. Die Handabdrücke stammen von einem Volk, das vor etwa 9000 Jahren hier lebte und über das man sehr wenig weiss. Die Menschen waren Nomaden und lebten während der Wintermonate in den Höhlen. Man sagt, die Handabdrücke seien eine Art Wiedererkennungsmerkmal für die verschiedenen Gruppen gewesen.

In Perito Moreno (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gletscher) finden wir Tankstellen, die sogar Diesel haben. Wir besuchen das am 1. Dezember 2018 eröffnete, informative Museum, das sich vor allem mit den Stämmen der Handabdruckmenschen befasst; ihnen wird in diesem Gebiet grosse Wertschätzung entgegengebracht.
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So ist das in Bajo Caracoles
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Las Cuevas de las Manos und unterwegs
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Perito Moreno und eine versenkbare Nähmaschine, Erinnerungen an frühe Kindertage

Perito Moreno - Los Antiguos - Puerto Tranquilo (17. - 21. Dezember 2018)

Wir fahren wieder einmal auf geteerter Strasse und erreichen Los Antiguos am tiefblauen Lago Buenos Aires, die Hauptstadt der Kirschen. Der Campingplatz Los Amigos liegt in einem gepflegten kleinen Park, wir geniessen einige ruhige Tage mit Spaziergängen am See, entspannen und Kirschen essen im Dezember. Doris und Herbie gesellen sich zu uns, dank Polarsteps sehen wir ihre und sie unsere Reise. Wir verbringen einen geselligen Abend im Viva el Viento, einmal mehr ein sehr stimmiger Name für eine Beiz, der Wind bläst und bläst... 

Unsere Reise führt uns über die von Pablo empfohlene Ruta 41 durch einzigartige, völlig unberührte, in allen Farben leuchtende Gebirgs- und Steppenlandschaft. Da nehmen wir doch gerne in Kauf, dass die Strasse manchmal eher einem ausgewaschenen Bachbett gleicht. Hier soll der binationale Nationalpark entstehen. Über den Paso Roballo gelangen wir problemlos nach Chile, der Grenzbeamte interessiert sich sehr für den Camper und die Nespressomaschine, nicht für Lebensmittel; Käse, Butter, Eier konnten wir behalten.

Wir fahren die ersten Kilometer auf der Carretera Austral, wie die Panamericana in in Südamerika heisst! Gutes Gefühl, wenn auch ruppig, halt hier unten (noch) nicht geteert. Der Lago Argentino ist bei den Chilenen der Lago General Carrera, genau gleich wundertiefblau wie ännet der Grenze.

In Puerto Tranquilo fahren wir mit dem Boot zu den Marmorhöhlen. Traumhaft schön. Ich merke, dass mir langsam die Worte ausgehen, um all das Grossartige zu beschreiben, das wir hier erleben dürfen. Las Cuevas de Marmól im Sonnenschein, umwerfend.  Mögen die Bilder einen Hauch der Harmonie von Wasser, Marmor, Farben und Formationen vermitteln.
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Kirschbäume, gross, sehr klein und KirschenvernichterIn
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Ruta 41, Paso Roballo, Carretera Austral
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Die Marmorhöhlen... (hätte noch viel mehr Bilder, aber einisch längt's)

Puerto Tranquilo - Coyhaique (21. - 27. Dezember 2018)

Auf unserer Weiterfahrt gibt es wieder so viel Schönes: grüne Hochtäler, schneebedeckte Südandengipfel, Laub- und Nadelwälder, klare Gebirgsbäche, tiefblaue Seen, leuchtende Lupinenfelder, rosa Heckenrosen, saftiggrüne Wiesen.

Auf einem hübschen Campingplatz am Fluss verbringen wir entspannte Tage mit viel Wetterglück, es ist wieder Sommer. Weihnachten feiern wir mit Katja und Sven (die beiden haben in El Calafate den Geburi von Heinz mit uns gefeiert, man trifft sich zufälligerweise irgendwo wieder), Katrin und Stephan, Gaila und Matthew. Dieser 24. Dezember wird uns allen in bester Erinnerung bleiben. Eine zusammengewürfelte Menschengruppe, alle fernab von zuhause, zelebriert ein wunderbares Fest mit leckerem Essen, feinem Wein, guten Gesprächen, viel Humor und Leichtigkeit und in ausgezeichneter Stimmung. Der Weihnachtsbaum, von Heinz kreiert, mit Katjas Lichtern geschmückt, ist genial. Weihnachtslieder gab's  keine, aber die Familie hat am 25. Dezember für uns gesungen, merci viumau! Das Skypen mit euch allen war sehr schön, auch wenn die Verbindung zu wünschen übrig liess. 
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Heiligabend 2018, El Camping, Coyhaique/Chile - ein wunderbares Multikultifest mit Zwei- und Vierbeinern

Coyhaique - Puerto Cisnes - Puyuhuapi - Chaitén (27. - 31. Dezember 2018)

Zeit zum Weiterfahren, nordwärts auf der Carretera Austral. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, gebirgig, sehr grün, mit unzähligen kristallklaren Bergbächen, grösseren und kleineren Wasserfällen, Laubwäldern und Blumenmeeren, Lupinen in allen Farben.

Wir machen einen kurzen Abstecher nach Puerto Cisnes und reisen weiter zum Nationalpark Quelat. Hier wäre ein weiterer Höhepunkt unserer Reise: der Ventisquero Colgante, ein hängender Gletscher mit hohen Wasserfällen. Die Wanderung entfällt, dunkle Wolken, dichter Nebel, heftiger Regen und Wind veranlassen uns nach dem dritten Anlauf zu einem Verzicht auf diese Wanderung. Schade. Es regnet übrigens seit Tagen fast ununterbrochen, da müssen wir uns ein bisschen daran gewöhnen, hatten wir doch während der ganzen bisherigen Reise fast immer schönes Wetter. 

Die  gebirgige, kurvige Fahrt mit Wasserlöchern und Steinschlag auf der hier ungeteerten Carretera Austral ist ziemlich abenteuerlich und verlangt vom Chauffeur erneut höchste Aufmerksamkeit, was er selbstverständlich mit Bravour meistert! Der südpatagonische Regenwald ist traumhaft - wir wussten vorher gar nicht, dass es zwischen dem 40 und 47 südlichen Breitengrad einen solchen gibt. Fingerhut (giftig) und Fuchsia säumen die Piste, übermannshohe Farne, mächtige Alercesbäume (eine Zypressenart, steht unter Schutz, wächst pro Jahr einen Millimeter, die ältesten Exemplare seien über 4000 Jahre alt), Flechten, Lianen und unübersehbar der sich wie Unkraut verbreitende rhabarberartige Pangue (Gunnera Manicata, danke Susi!) mit Blättern von sicher über zwei Metern Durchmesser und hohen, braunen Blütenkerzen. Die Stiele werden in Chile gegessen, sie schmecken salzig-säuerlich; in Puerto Natales hat uns ein Märitmann einen Stängel zum Probieren gegeben. Dieser immergrüne Regenwald ist einmalig, vergleichbaren Artenreichtum kenne man sonst nur in Amazonien. 

In Chaitén buchen wir für den 1. Januar 2019 die Fähre nach Quellón auf der Insel Chiloé. Weil es immer noch schiffet und wir zwei Tage warten müssen, inklusive Silvester, verbringen wir zwei Nächte im kleinen Hotel Mi Casa mit Blick auf Stadt und Bucht. Im Ort gibt es ein "Museum", bestehend aus Überresten von Häusern, die beim letzten schweren Vulkanausbruch 2008 verwüstet und zerstört wurden. Sehr eindrücklich. Irgendwie vermeine ich den Geruch der meterhohen Ascheschicht noch zu riechen.

Den Silvesterabend verbringen wir im Restaurant El Volcano - sehr sinniger Name - mit einem feinen Nachtessen und angeregten Gesprächen mit anderen Gästen.
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Übernachtungsplätze am Rio Cisnes, Valle Perdido, Puyuhuapi 
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Unterwegs im Regenwald, wo es halt öppe regnet und sich zwischendurch ein Sonnenstrahl zeigt
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Düstere Stimmung im "Museum" Chaitén mit verwüsteten Häusern und meterhoher Schlamm-/Ascheschicht, die Natur übernimmt
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Unser Silvestermenü im Restaurant El Volcano, nicht sichtbar der PiscoSour, der feine chilenische Rotwein und das Wasser. Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein wunderbares 2019 mit einer Fülle von erfreulichen Erlebnissen, guter Gesundheit und ganz viel Zeit und Musse zum Geniessen!